Blauer Bergmolch (Triturus alpestris)
Blauer Bergmolch Tritturs alpestres
Auch in unserem Geschäft erhältlich
Steckbrief
Schutzstatus:
Besonders geschützt B Ardt SchV.
Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Familie: Echte Salamander (Salamandridae)

Alter: ca. 20 Jahre
Größe: ca. 9-12cm
Temperatur
20-28 °C, und nachts ca. 20-21°C
Futter
Eier und Larven von Fröschen,Weiß/rote Mückenlarfen Wasserinsekten, Eintags- und Köcherfliegen, kleinere Krebse und Wasserschnecken,werden vom Bergmolch erbeutet.
Aussehen:
Der mittelgroße Molch ist tief dunkelblau bis schwärzlich mit einer samtartigen, glänzenden Haut. Seine Unterseite
leuchtet orangerot und ist ungefleckt. Die Männchen werden bis 9 cm lang und sind an den Flanken und der
Kopfseite dunkel gefleckt. Darunter verläuft ein himmelblauer Streifen. Ein niedriger Hautsaum, der schwarz-gelb
gefleckt ist, schmückt zur Paarungszeit den Rücken. Die Weibchen können eine Größe von 12 cm erreichen. Sie sind
auf der Oberseite blau-grau gefärbt, mit einem dunklen Netzmuster, allerdings haben sie keinen Hautsaum.
Herkunft
In den meisten Teilen Deutschlands ist der Bergmolch vorhanden. Im Norddeutschen Tiefland gibt es nur inselartige Vorkommen. Im Osten fehlt er völlig.

Lebensweise u. Lebensraum
Die Lebensräume sind sehr breit gefächert. Wälder, halboffene Landschaften bis hin zu Hochgebirgen bieten ihm ein zu Hause. In Gebirgen kommt er oberhalb der Baumgrenze vor, was ihm zu seinem Namen verhalf.
Zucht u. Fortpflanzung
Bergmolche werden mit 3-4 Jahren geschlechtsreif, in höheren Lagen auch später, und können ein Alter von bis ca. 20 Jahren erreichen. Nach der Einwanderung in das Gewässer, in niederen Lagen ab Mitte März, im Hochgebirge oberhalb 1500 ab Juni, entwickeln die Männchen ihr prächtiges Hochzeitskleid.
Nach Übernahme des Samenpaketes legen die Weibchen ca. “80-400 Eier2:?id=63 in Pfützen, Suhlen, Weiher, Teiche, Seen od. langsam fließende Gräben. Beschattung und Vegetation spielen dabei keine Rolle. Die Leichrozedur des Eier um Wasserpflanzen Wickelns oder an Äste und Steine Heftens findet meist immer nachts statt. Während die erwachsenen Tiere im Juni an Land gehen, verbleiben die Larven bis nach ihrer Metamorphose im Aug.-Sep. im Wasser.
Winterruhe
Für eine artgerechten Winterschlaf benötigt der Bergmolch sehr kühle Temperaturen bei ca. 5-8C°. Man sollte sich gut überlegen, wie man die Tiere überwintern will. Da gäbe es drei Möglichkeiten. – Die erste möglichkeit ist der Kühlschrank in meine Augen das beste,da mann die Temperatur gut steuern kann u. die zweite ein unbeheizter Raum – und die dritte Möglichkeit wäre der nicht beheitzte Keller. Wichtig sind hierbei die Temperaturen. In der Natur graben sich die Tiere in feuchtem Boden (meist Lehm, Schlamm ein, unterirdische, frostsichere Plätze. Zu Hause kann man es ganz einfach regeln, indem man die Tiere in einen Behälter – Aquarium / Terrarium – ansiedelt. Jedoch schon im Frühherbst! Man richtet ihnen eine hohe Boden – und Laubschicht ein, in der sie sich vergraben und verstecken können. Die Tiere dürfen während dieser Zeit nicht gestört werden. !Wichtig! zu merken ist das der einheimische Bergmolch haben keine Winterruhe einlegt, sondern einen richtigen Winterschlaf! Woche für Woche fährt man die Temperatur und das Nahrungsangebot runter. Nun kann das Tier einen artgerechten Winterschlaf halten. Wird die Winterruhe beendet, werden die Temperaturen und die Beleuchtungsdauer wieder hochgefahren. Das macht man am besten, wenn der Winter bei sich wieder aufhört.
Verfasst von:
Schwabinger Zoo Center München
— Rudolf Hammerl
Feuersalamander (Salamandra salamandra)
Feuersalamander (Salamandra salamandra)
Auch in unserem Geschäft erhältlich
Steckbrief
Schutzstatus:
Nach Bundesartenschutz Verordnug Anhanug 1

Herkunft
Feuersalamander kommen in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas vor.
Lebensweise u. Lebensraum
Feuersalamander leben auf dem Boden von Laub- und Mischwäldern. Dort suchen sie sich feuchte (Stauende Nässe vermeiden), kühle Plätze auf. Am Tag verstecken sich die nachtaktiven Tiere unter liegenden Baumstämmen, in Erdhöhlen, unter Steinen oder in der Laubschicht auf dem Boden.
Größe:
ca. 15-20 cm
Futter
Die Salamander füttert man hauptsächlich mit kleinen Regenwürmern und Nacktschnecken, kleinen, Grillen und Heimchen. Die Ernährung sollte man immer mit speziellen Vitamin- und Mineralkomplexen unterstützen.
Luftfeuchtigkeit
75-85%
Temperatur
22-27 °C, und nachts ca. 20-21°C
Alter:
ca. 15-20 Jahre
Paarungszeit
Nur zur Fortpflanzung brauchen Feuersalamander Gewässer wie langsam fließende Bäche oder Weiher mit kühlem, sauberem, sauerstoffreichem Wasser. Dort gebären die Weibchen die Larven, die in den Eiern im Mutterleib herangewachsen sind und sich dann im Wasser weiterentwickeln.
Aussehen:
Der Feuersalamander glänzt schwarz und trägt ein auffälliges Muster aus gelben oder orangefarbenen Flecken oder Streifen. Das auffällige Aussehen des Feuersalamanders signalisiert seinen Feinden: Ich bin giftig! Am Rücken und hinter den Ohren des Feuersalamanders sitzen nämlich Giftdrüsen, die Salamander verspritzen können.
Einrichtung und Haltung
Ein geräumiges Waldhochterrarium mit einer Mindestgröße von 80× 40× 60 cm (Lx B x H) sollte zur Verfügung gestellt werden, mit vielen waagerechten Klettermöglichkeiten aus Reben in unterschiedlicher Stärke. Ein großes Wasserbecken oder ein Wasserfall, noch besser eine gute Beregnungsanlage die auch kühlen kann und viele Versteckmöglichkeiten in den unteren Regionen des Terrariums sind ein absolutes Muss.Die Terrarien sollte man mit einem
Schaumgummifundament einrichten,und auf diesen Schaumgummi lege ich dann Walderde, u. verschiedene Moospolster. Die Oberfläche des Schaumgummis hat dann eine ideale Feuchtigkeit und kann diese an den Waldboden, oder die Moospolster weitergeben. Die Lufttemperatur darf am Tage 22-27 °C erreichen, mit einer Nachtabsenkung auf 20 °C. Eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von 75-80% wird am besten mit einer Beregnungsanlage erzielt. Echte Pflanzen wie z.B. , Farne, Moose, Rankpflanzen und Orchideen bieten einen dekorativen Sichtschutz. Echte Pflanzen helfen auch die benötigte Luftfeuchtigkeit besser zu halten.
Zucht
In der Natur überwintern Feuersalamander in nördlichen Gebieten bei ca. 5 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit über 2-3 Monate. Dies sollte man auch in der Terrarienhaltung berücksichtigen.
In unseren Breiten beginnt die Aktivitätszeit schon im Februar/ März. Die etwa 3 cm großen Jungtiere kommen in Gefangenschaft ab Februar zur Welt.
Die Jungtiere werden einzeln aufgezogen, um Kannibalismus zu vermeiden. Kurz vor der Metamorphose werden die Tiere in ein Aquarium gesetzt, welches ein Stück Sphagnum enthält, damit die Umwandlung an Land beendet werden kann. Der Landgang findet in der Natur normalerweise ab Mitte Juli statt, wenn die Salamander ca. 5-6 cm groß sind und ca. 2-4 Monaten alt sind.
Die Geschlechtsreife wird nach 3-4 Jahren erreicht.
Winterruhe
Ende Oktober beginnt man damit, das Futter langsam herunterzuschrauben wie auch die Beleuchtungszeit. Jetzt sollte man (wenn man es noch nicht hat) die Tiere in den Keller oder einem anderen kühlen Ort lagern (Kühlschrank). Eine ideale Winterruhe findet bei ca. 8-2°C statt. Futter sollte nur minimal angeboten werden. Wasser muß aber immer frisch vorhanden sein. Für eine erfolgreiche Zucht sollte eine ca. fünfwöchige Futterpause eingehalten werden. Und so ende Februar ist die Winterruhe vorbei und die normale Haltung und Fütterung kann fortgesetzt werden.
Verfasst von:
Schwabinger Zoo Center München
— Rudolf Hammerl




