Fortpflanzung,Trächtigkeit und Vermehrungung der Reptilien
Fortpflanzung,Trächtigkeit und Vermehrungung der Reptillien

Die Fortpflanzung und Nachzucht ist uns Reptillienhalter das größte bestreben. Hierfür ein kleines Beispiel. Bei Landschildkröten wären die Artbestände in freier Wildbahn stark dezemiert und es dürften keine Tiere mehr importiert weden. Diese Regelung gilt auch heute noch für Landschildkröten. Dank erfahrener Reptillienhalter und Züchter konnten sich die Tiere in freier Wildbahn wieder regenerieren, und kommen jetzt wieder in größeren Stückzahlen vor.

Hier ein Beispiel zu natürlichen Eiablage von Landschildkröten.
Es müssen alle, aber wirklich alle Faktoren und Vorraussetzungen da sein, die in diesen Bilder gezeigt werden, denn sie sind unbedingt erforderliche zur korrekten Erfüllung der Eiablage. Das ist zugegebenermaßen ein ziemlicher Aufwand, doch der Erfolg macht dies schnell wieder vergessen.
Mit freundlichen Grüßen
Euer Schwabinger Zoo Center Team
Verfasst von:
Schwabinger Zoo Center München
Landschildkröten und ihre Fortpflanzung und Vermehrungung
Auch in unserem Geschäft erhältlich
Die Winterruhe bei Landschildkröten

Abhängig vom Klima, aber auch von den Faktoren, wird den Schildkröten signalisiert, dass sie sich zur Überwinterung an eine frostsichere Stelle zurückziehen müssen. Während Thestudo hermani boettgeri am Nordrand des Verbreitungsgebietes von Rumänien offenbar schon im September, meist jedoch auch erst im Oktober in die Überwinterung geht, verschwinden die Tiere in Südfrankreich und auf den Balearen, in der Toskana und auf Korsika gewöhnlich erst im Verlauf des Novembers in ihren Winterquartieren. Dort ziehen die Schildkröten sich etwa Ende Oktober, Anfang November für ungefähr 5-6 Monate zur Winterruhe in Hohlräume von Mauern bzw. Felsen oder in Erdlöcher zurück. Das rechtzeitige Aufsuchen von Winterquartieren, steht wie schon angedeutet nicht nur in Verbindung mit den sinkenden Außentemperaturen, sondern wird offenbar auch durch den Rhythmus der inneren Uhr gesteuert. Diese Ruhephase ist das Ergebnis der ökologischen Anpassung der Schildkröten an ihren jeweiligen Lebensraum. Nicht unerheblich ist auch der Einfluss der Vitamin-D3-Synthese.

Dieses Vitamin ist nicht nur für die Knochenmineralisierung verantwortlich, sondern reguliert zusätzlich auch die Produktion vieler Hormone und beeinflusst auch bestimmte Verhaltensweisen. Da die Vitamin-D3-Synthese unter Einfluss des Sonnenlichtes stattfindet und nach dem der UV-B-Anteil im Sommer höher ist als in den Wintermonaten , gehe ich davon aus, dass hier ein weiteres System besteht, das zumindest teilweise an der Regulation durch den Jahres-Biorhythmus, gesteuerter Vorgang beteiligt ist und damit auch Einfluss auf dem Zyklus der Schildkröten hat. Ich persönlich überwintere meine Tiere schon seit Jahren, in den vorbereiteten Kühlschrank bei 8-12°C, mit dem richtigen Bodensubstrat (Kokos-Pinienbodengrund). Da hier keine Temperaturschwankungen möglich sind und die Tiere nicht verfrüht aufwachen können.
Hier einige geeignete Futterpflanzen
Aloe, Brennnessel, Große, Bärenlauch, Mariendistel, echter Eibisch, Gänseblümchen, Gänsefingerkraut, gemeiner Frauenmantel, Himbeerblätter, Weissklee, große Klette, Klettenlabkraut, echtes Lungenkraut, Löwenzahn, wilde Malve, gemeine Nachtkerze, Schafgarbe, Stiefmütterchen, Taubnessel, Vogelmiere, Breitwegerich, Spitzwegerich, gewöhnliche Wegwarte, schmalblättriges Weidenröschen u. v. m.
Geschlechtsunterschied
Ausserlich nur sichtbar wenn die Tiere älter sind.
Zimmerterrarium

Grundsätzlich sind Europäische Landschildkröten in Freilandanlagen zu halten. Hin und wieder entschließen sich jedoch Halter auch, zumindest jüngere Exemplare in einem Zimmerterrarium zu pflegen, um sie besser beobachten zu können. Dazu sollte man wissen, dass die Terrarien relativ groß gewählt werden sollten z.b. 120×60×40 cm (LxBxH) da die Tiere eine Größe von ca. 25cm erreichen können, welche technische Ausstattung erforderlich ist, wie die Einrichtung beschaffen sein sollte und welcher Arbeitsaufwand mit der Unterhaltung des Zimmerterrariums verbunden ist. Auch ist es wichtig, sich bereits rechtzeitig Gedanken zu machen, dass man vielleicht mal verreist oder sich aus anderen Gründen nicht um die Tiere kümmern kann.
Standort für Freilandhaltung

Der Garten sollte nach Süden ausgerichtet sein und zudem ruhig liegen sowie keinen Umweltbelästigungen (Rauch, Abgase von Autos etc.) ausgesetzt sein. Kann man dies nicht gewährleisten, ist auf die Haltung Europäischer Landschildkröten zu verzichten.

In Regionen, in denen es besonders häufig regnet, sind Freilandgehege nur dann für die Haltung der Landschildkröten geeignet, wenn diese innerhalb des Geheges stets auch trockene Flächen vorfinden, wie z. B. in einem ungeheizten Gewächshaus oder unter einer größeren mit Glas oder besser noch Plexiglas überdachten Fläche. Stets oder häufig im Schatten liegende Standorte (schattenwerfende Gebäude, Bäume) sind ebenfalls nicht für Freilandanlagen geeignet. Freilandterrarien sollten täglich mindestens acht Stunden voll der Sonne ausgesetzt sein, besser noch im Verlauf des ganzen Tages. Es lassen sich leichter einige Schatten werfende Sträucher einsetzen, als dass man durch zusätzliche Beleuchtungs- und Wärmequellen den Standort aufzuwerten versucht
Mineralstoffe, Spurenelemente:

In den meisten Wildkräutern, die Landschildkröten zu sich nehmen, sind genügend Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten. Vitamine sind organische Stoffe, die im Allgemeinen nicht oder nur ungenügend im Körper selbst gebildet werden, jedoch für den Organismus in geringen Mengen lebensnotwendig sind. Die Synthese von Vitaminen oder ihren Vorstufen (Provitamine) findet meist in Pflanzen oder Mikroorganismen statt. Europäische Landschildkröten erhalten durch frische, abwechslungsreiche Pflanzenkost die meisten der Vitamine. Unter den Mineralien nehmen Kalzium (Ca) und Phosphor (P) eine Sonderrolle ein. Beide Stoffe bilden mit etwa 70-75 % den größten Teil der mineralischen Körperbestandteile und stehen ständig in Wechselbeziehung miteinander. Das Skelett enthält ungefähr ca. 99 % des Körperkalziums und ca. 85 % des Körperphosphors. Deshalb führt eine Unterversorgung mit diesen Mineralstoffen bei jungen Landschildkröten zu rachitischen Veränderungen. Die Knochen der Jungtiere werden oder bleiben weich, die Knochen erwachsener Landschildkröten werden brüchig. Kalzium ist im Körper außerdem an der Blutgerinnung und einigen Enzymaktivitäten beteiligt, für die Erregbarkeit der Nervenfasern unverzichtbar und hat auch Einfluss auf die Beweglichkeit von Muskeln. Daher führt ein zu geringer Kalziumgehalt im Blut zu nervöser Übererregbarkeit und Krämpfen. Sinkt der Kalziumspiegel im Blut zu stark, wird ein Nebenschilddrüsenhormon gebildet, das bewirkt, dass dem Skelett Kalzium entzogen wird. Vor allem bei Jungtieren führt dies meistens zu bleibenden Schäden (Panzerdeformationen).

Auch während die Weibchen Eischalen bilden, ist eine erhöhte Kalziumzufuhr erforderlich. Kann diese nicht gewährleistet werden, kommt es in schweren Fällen zu einer Demineralisierung der Knochen. Der Kalziumgehalt des Blutes wird jedoch gewöhnlich nach der Eiablage bei ausgewogener Ernährung schnell wieder angeglichen. Phosphor befindet sich außer im Skelett auch in diversen organischen Verbindungen, wie z. B. in den Nukleinsäuren, Eiweißen und Enzymen. Innerhalb des Organismus dient es auch als Energieträger sowie -speicher. So stehen auch der Kalziumstoffwechsel, die Aufnahme des Kalziums aus dem Darm und der Transport sowie die Verwertung innerhalb des Organismus in direktem Zusammenhang mit dem Phosphorhaushalt.

Einer häufig gehörten Faustregel zufolge sollte das Kalzium-Phosphor-Verhältnis beim Futter Griechischer Landschildkröten möglichst bei 2:1 liegen. Besser ist jedoch ein höherer Gehalt an Kalzium, da durch einige Kalziumbinder in bestimmten Pflanzen und bei einem höheren Kalziumbedarf (Eischalen oder Sepiaschalen) die Schwelle zu einer Unterversorgung zu gering ist. Es sollte das Kalzium-Phosphor-Verhältnis in der natürlichen Nahrung von Schildkröten aus extremen Trockengebieten sogar zwischen 8:1 in der Trockensubstanz liegen, es empfiehlt sich jedoch ein Verhältnis von 4:1, da wegen der oben bereits erwähnten Hemmstoffe (Pflanzensäuren usw.) dem Organismus meist weniger Kalzium zur Verfügung steht, als von der Schildkröte aufgenommen wurde.

Über die Futterpflanzen kann man in den Übergangszeiten in wöchentlichem Abstand zusätzlich geringe Mengen Kalzium in Form geeigneter Präparate oder bei Sepiaschalen mit einem Kalziumgehalt von ca. 40 %, bestreuen. Ansonsten nehmen die Schildkröten im Freilandterrrarium und bei optimaler Fütterung immer genügend Mineralstoffe und Vitamine auf bzw. bilden die Vitamine A und D3 selbst. Zerstoßene Eierschalen und vor allem Sepiaschalen werden manchmal von den Schildkröten regelrecht gierig verzehrt und sollten sich daher immer im Terrarium befinden. In dem als Beispiel genannten Präparat von Namiba Terra Calvirep Vit D3 sind auch noch weitere Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten (Natrium , Magnesium , Kupfer, Zink, Mangan, Eisen, Jod, Kobalt und Selen), aber auch die Vitamine A, D3, E, Vitamine der B-Gruppe (B, B2, B6> B|2), Vitamin C, Vitamin K3 und Nicotinsäure sowie weitere Stoffe.



Obwohl es auch – wie oben erwähnt, künstliche Vitamin D3 Präparate gibt, ist die natürliche Eigensynthese von Vitamin D3, die in der Haut durch UV-B Strahlung angeregt wird, der oralen Verabreichung vorzuziehen. Sie wirkt sich nicht nur positiv auf die Kalziumregulation und damit die Knochenmineralisierung aus, sondern auch auf die Bildung der Eierschalen! Die aktive Form (1,25-Dihydroxyvitamin D3) dieses Vitamins wird in den Zellen der Nieren gebildet. Leider sind diese oft durch eine falsche Haltung auch frühere, z. B. bei einem anderen Halter vorgeschädigt. Um dem noch vorhandenen gesunden Nierengewebe gute Ausgangsbedingungen zu schaffen, ist eine Optimierung der Vitamin-D3-Versorgung bzw. der Synthese Vorrang zu geben. Außerdem kommt es bei einer natürlichen Vitamin D3 Synthese zu keiner Überdosierung wie eventuell bei oral verabreichten Gaben. Ein nicht schnell genug abtransportierter Überschuss an Vitamin D3 in der Haut wird durch UV-B Strahlen weiter zu ungiftigem Stoffen verarbeitet.Die Rollen der Vitamine sind so vielfältig, dass man sie hier nicht alle aufzählen kann.
Verfasst von:
Schwabinger Zoo Center München
Elaphe guttata Kornnatter ( Schlangen ) und ihre Fortpflanzung und Vermehrungung
Auch in unserem Geschäft erhältlich

Herkunft und Lebensraum
USA, Nordost- Mexiko
Der natürliche Lebensraum der Kornnatter (Elaphe guttata) ist der Südosten der USA. Sie bewohnt dabei Regionen der unterschiedlichsten Formen.
Lebensweise:
Bodenbewohnend
Größe:
ca. 180 cm
Futter
Nager und (Futtertiere) in richtiger Größe, z.B. Mäuse, kleine Vögel. Ernährung (Futtertiere) sollte man immer mit speziellen Vitamin- und Mineralkomplexen unterstützen.
Luftfeuchtigkeit
60-70 %
Temperatur
28-30 °C, und nachts ca. 20-23°C
Alter:
ca. 10-15 Jahre

Einrichtung und Haltung
Ein geräumiges Steppenterrarium mit einer Größe von 120× 60× 80 cm (Lx B x H) sollte eingehalten werden, und viele waagerechte Klettermöglichkeiten aus Wurzeln oder Reben in unterschiedlicher Stärke sind unbedingt erforderlich. Ein großes Wasserbecken oder noch besser eine kleiner Zimmerbrunnen, und ausreichend Versteckmöglichkeiten in allen Regionen des Terrariums sind ein absolutes muss. Es sollten unbedingt UV Röhren mit hohem UVA und UVB Anteil eingesetzt werden. Lufttemperatur am Tage 28-30 °C, und eine Nachtabsenkung auf 23 °C ist sehr ratsam. Eine Luftfeuchtigkeit von 60-70% wird am besten mit einem kleinen Dekobrunnen erzielt. Ein kleiner Sichtschutz aus echten Pflanzen ist sehr ratsam, ob man natürlich jetzt echte oder künstliche Pflanzen verwendet bleibt jedem selbst überlassen. Echte Pflanzen helfen jedoch besser die benötigte Luftfeuchtigkeit zu halten. Eine Winterruhe im klassischen Sinn ist prinzipiell nicht unbedingt erforderlich, eine Verpaarung erfolgt auch meist ohne einer Winterruhe. Jedoch sollte die Beleuchtungsdauer in zwei bis drei Monaten um 3-4 Stunden am Tag reduziert werden. Es ist eine sehr leicht zu pflegende Schlange die ich jedem Anfänger nur empfehlen kann.

Geschlechtsunterschied
Ausserlich nicht sichtbar
Zucht
Elaphe guttata sind nach ca. 2 Jahren geschlechtsreif, jedoch sollte man eine Verpaarung frühestens mit dem 3 Jahr beginnen. Das Weibchen legt etwa 10-25 Eier wo bei die Zeitigungstemperatur bei ca. 28-30 °C liegt. Nach ca. 50-60 Tage schlüpfen dann die ersten Jungschlangen, die dann mit kleinen nestjungen Mäusen hochgezogen werden.
Verfasst von:
Schwabinger Zoo Center München
— Rudolf Hammerl
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Winterruhe Das Futter u. Vitamin-Mineralstoffbedarf für Reptitlien (Futtertiere und Futterinsekten)




